Review: Babylonian Twins

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Zugegebenermaßen bin ich ein absoluter Platformer Fan und kann mich auch sehr für Puzzle Spiele begeistern, da müsste doch das vor kurzem im App Store eingetroffene Game Babylonian Twins perfekt sein. Hier geht es darum sich mit zwei Charakteren im Platformer Style durch die Levels zu kämpfen, wobei man immer zwischen diesen beiden hin- und herschaltet, schließlich haben die beiden Zwillinge ihre speziellen Fähigkeiten, die man benötigt um das Level erfolgreich zu beenden. Hört sich einfach an, entpuppt sich aber zum Teil als ein wirklich anspruchsvolles Puzzle- und Knobelspiel. Im nachfolgenden Review erfahrt ihr, inwieweit sich der Kauf von Babylonian Twins für 2,99 € lohnt. Bis zum Ende des Wochenendes ist es sogar für nur 0,79 € zu haben.

Als geschichtlichen Hintergrund zur Entwicklung von Babylonian Twins gilt es zu wissen, dass das Game von Amiga 1993 im Irak entwickelt, jedoch aufgrund von Sanktionen durch Commodore nie veröffentlicht wurde. Nachdem 2008 eine Demo im Web auftauchte, erhiehlten die Entwickler so viel positives Feedback, so dass diese sich schließlich wieder zusammen fanden, um das Game auch für iPhone und iPod Touch zugänglich zu machen. Ihr erhaltet somit eine Version, deren Grafik, Sounds und Gameplay Elemente komplett neu gestaltet wurden um eben optimales Retro-Feeling zu vermitteln.

Jetzt aber zum eigentlichen Spiel. Wie schon erwähnt, dreht sich alles um die beiden Zwillinge Blasir und Nasir. Diese sind mit unterschiedlichen Fähigkeiten ausgestattet, so dass sie sich bestens ergänzen. Blasir, der am höchsten springen kann, kann zum einen Wände zerstören und zum anderen besitzt er ein Schwert, was bestens zur Verteidigung und zum aktivieren von Schaltern dient. Nasir hingegen kann mit heftigen Drehbewegungen den Boden zum Einstürzen bringen und sein Stab hilft ihm Vasen zu zerbrechen. Wechselt man die Charaktere, erstarrt der andere dann immer zu einer Steinsäule.

Zu Beginn eines jeden Levels wird man mit drei Leben ausgestattet und oben links sieht man die jeweilige noch vorhandene Energie in Form eines Balkens. Ziel des Spiels ist es, alle goldenen Palmen zu finden und zuletzt das große Tor. Beginnt man ein Level wirkt alles total unübersichtlich, die Wege sind noch unbekannt, man weiß gar nicht, wohin man zuerst gehen soll – es gibt eben keine Karte. Diese würde den ganzen Puzzlespaß nur verderben, schließlich geht es darum sich durch das Labyrinth zu kämpfen und auch eine Weile zu knobeln. Als ich mit dem ersten Level, dem Tutorial, anfing, hatte ich gleich das Gefühl fest zu stecken. Ich konnte einfach nicht alle Palmen finden, hatte alle Wände auf Zerbrechlickeit hinweisende Stellen durchsucht und kam einfach nicht weiter. Schließlich bekam ich den Tipp, dass man die Vasen zerstören kann und so wurde ich auch fündig. Mit den darauf folgenden Leveln ging es dann aber auch richtig los…

Man schleicht sich durch die Gänge, immer auf der Suche nach den Palmen und oft müssen weitere Gegenstände gefunden werden, um zu bestimmten Bereichen Einlass zu erlangen. Des weiteren findet man haufenweise Schätze und Schmuck vor, was einem für die High Score weiterhilft. Vor den umherlaufenden Gegnern, darunter auch Schlangen und Ratten, gilt es sich genauso wie vor weiteren Gefahren z.B. Feuer oder spitzen Gegenständen in Acht zu nehmen. Darüber hinaus stellt sich oft die Frage: Wie bekomme ich jetzt beide Charaktere auf die gleiche Seite? Schließlich findet man des öfteren Wände, die mit einem Schalter versehen sind, der jedoch immer von einem der beiden Zwillinge aktiviert werden muss, damit der andere hindurch kann.

Wenn wir uns die Steuerung betrachten, gibt es absolut nichts zu meckern. Das virtuelle D-Pad und die Buttons sprechen hervorragend an. Eine einzige Sache gilt es zu erwähnen: Das Stoppen der Charaktere ist anfangs vielleicht etwas tückisch, da sie auf dem Untergrund noch etwas weiter rutschen – muss man eben einkalkulieren.

Bis jetzt habe ich alle 11 Levels, die sich über 5 verschiedene Umgebungen erstrecken, bis auf die beiden zusätzlichen Bonuslevels durchgespielt. Für ein Level benötigte ich etwa um die 20 Minuten, was schon ziemlich lang ist. Hier kommt jetzt auch der große Kritikpunkt an dem gesamten Konzept, nämlich man kann das angefangene Level nicht speichern, so dass man sich wirklich hinsetzen und die 20 Minuten am Stück durchspielen muss. Scheitert man dann auch noch, kann es schon etwas frustrierend sein, wieder von vorne anzufangen und zu wissen, die nächsten 20 Minuten darf man sich wieder mit dem gleichen Level beschäftigen. Die Entwickler haben schon angekündigt, dass ein Update mit Speicherfunktion nachgereicht werden soll. Das ganze ist schon umsetzbar, dennoch ist das Game somit nichts für zwischendurch, also ein paar Minuten spielen und dann wieder weglegen würde den Fortschritt löschen.

Zum Schluss noch erwähnenswert ist die OpenFeint Integration und dass man die eigene Musik vor dem Starten der App wiedergeben kann, während man gleichzeitig unter Optionen die In-Game Musik und Sounds deaktiviert – gerade bei einer langen Spielzeit eine nützliche Ergänzung.

Alles in allem bin ich von Babylonian Twins sehr begeistert, außer der fehlenden Speicherfunktion ist das Game sowohl vom Gameplay als auch grafisch und soundtechnisch wirklich gut gelungen. Zudem wird auf jeden Fall ein Mehrspielwert geboten, dadurch dass man unter bestimmten Bedingungen noch zwei weitere Bonuslevels freischalten kann und außerdem lassen sich während des Spiels “Treasures” finden, von denen ich bis jetzt auch nur vier von insgesamt acht gefunden habe. Den Preis von 2,99 € empfinde ich als gerechtfertigt, begründet durch langen Spielspaß, zwar anspruchsvoll und fordernd aber dennoch machbar, und die unverwechselbare Atmosphäre, hervorgerufen durch die unglaubliche Grafik und den echt gut gemachten Soundtrack.

Danke an Cosmos Interactive für die Bereitstellung des Testmusters.

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